Exklusiv zum Jubiläum:

410 Jahre Voerder SV. 

Zu diesem großen Ereignis bieten wir Euch Einblicke in das Geschehen des Schützenfestes von 1907.

Die Festzeitschrift aus diesem Jahre steht ab sofort zum Download bereit.

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Festzeitschrift von 1907
Taucht ein in die Geschehnisse vor 110 Jahren.
300JahreFestzeitschrift_SV.pdf
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Geschichte des Vereins...

Am 26. August 1607 fand nach einer aus elf Paragraphen bestehenden Vogelschießordnung erstmals ein Vogelschießen statt.

Erster „Schützenkönig" wurde Jasper Kerswinkel. Wegen des 30-jährigen Krieges und dessen Folgen ruhte das Vereinsleben nahezu bis 1683. Eine längere Unterbrechung in der Durchführung des Vogelschießens ist wahrscheinlich bis 1790 nicht aufgetreten. Das Protokollbuch des Vereins weist erst 1720 wieder Eintragungen auf und von 1744 bis 1790 wird dort lückenlos über die Vereinsaktivitäten berichtet. Danach beginnt das Buch erst wieder im Jahr 1829. In der Zwischenzeit hat vermutlich kein Vereinsleben stattgefunden. 
Auf Initiative von Pastor Westhoff wurde 1829 das Vereinsleben wieder aktiviert. Ab dem Jahr 1829 fanden bis 1857 in unregelmäßigen Abständen Schützenfeste statt. Weitere Schützenfeste wurden in den Jahren 1872, 1875, 1885, 1886 und 1888 gefeiert.

Im April 1890 beschloss man, den Verein, der zwischenzeitlich Schießverein bzw. Schützengilde hieß, wieder in Voerder Schützenverein umzubenennen. In der Hinnenberger Heide wurde ein Schießstand angelegt. Man feierte dort kleinere Feste, denen nach Zwischenräumen und einigen Jahren größere Schützenfeste, meist am Höfinghoff abgehalten, folgten. So in den Jahren 1896, 1900 und 1904. 
Anlässlich der 300-Jahr-Feier im Jahr 1907 wurde dem Verein durch Seine Majestät, Wilhelm II, deutscher Kaiser und König von Preußen ein goldener Schützenadler verliehen. 
In den Jahren des 1. Weltkrieges von 1914 bis 1918 ruhte das Vereinsleben nahezu. Nach Beendigung des Krieges konnte festgestellt werden, dass es auch noch echte treue Mitglieder und verdiente Vorstandsmitglieder gab, die sich ihrer Pflicht bewusst waren, den über 300 Jahre existierenden Voerder Schützenverein nicht untergehen zu lassen. Die Zahl der Mitglieder lag im Jahr 1924 bei über 300. 
Anlässlich des 325-jährigen Vereinsjubiläums wurde 1932 ein großes Schützen- und Volksfest gefeiert. 
Die folgenden Jahre nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gingen auch im Voerder Schützenverein nicht spurlos vorüber. 
Im August 1949 trafen sich ehemalige Vorstandsmitglieder, um das Wiederaufleben des Schützenvereines in Angriff zu nehmen. 1952 beging der Verein seine 345-Jahr-Feier, das erste Jubiläum nach dem 2. Weltkrieg. 
1966 richtete der Voerder Schützenverein seinen Raum für Luftgewehrschießen in der Gaststätte „Zur Bummel" bei Schützenbruder Robert Kleine ein. 
Am 3. März 2001 wurde ein Traum Wirklichkeit. An diesem Tag feierte der Voerder Schützenverein die Einweihung seines eigenen Schützenheimes. Durch viele Gespräche wurde erreicht, dass der überwiegende Teil zur Finanzierung des Bauvorhabens durch Geld- und Sachspenden erbracht werden konnte. Öffentliche Fördermittel und nicht zuletzt die erheblichen handwerklichen Eigenleistungen vieler hilfsbereiter Vereinsmitglieder waren die Basis der soliden Finanzierung. 
Darüber hinaus pflegt der Voerder Schützenverein, der sich der Traditions- und Brauchtumspflege verpflichtet sieht, seit mehreren Jahrzehnten eine Freundschaft zu Vilvoordse Schuttersverenigung Arkebuze, dem Schützenverein von Ennepetals Partnerschaft Vilvoorde. Auch besteht seit langen Jahren eine enge Freundschaft zum Bürger-Schützen-Verein„Germania"e.V. Voerde/ Niederrhein. 
Der Voerder Schützenverein hat zur Zeit ca. 250 Mitglieder und ist einer der ältesten Vereine der hiesigen Region. 

Im Jahre 2015 komplettierte der Verein seine Schießsportstätte mit einer Grillhütte für gemütliche Abende.
(Kurzhistoriezusammengestellt von Fr. W. Thun nach 
Archivunterlagen von Friedrich Karl Rüggeberg)